Prada Som

Gestern …

In Allgemein on 3. Oktober 2010 at 12:22 pm

… erreichte mich an meine Adresse in Manhattan ein Paket. Es kam aus Berlin (!), und sein Inhalt war sehr beunruhigend.

Alle darin befindlichen Dinge sind Attribute von Prada Som, wenn es auch so scheint, als seien sie nicht wirklich Prada Soms Dinge: Die schwarze Birkin Bag aus Alligator, die ihr ständiger Begleiter ist, ein Seidencarée von Hermès, Armes de Chasse, aus den 60er Jahren – Prada Som besitzt eine der größten US-Sammlungen alter Hermèscarées –

wie zum Beispiel dieses hier mit dem Titel Early America, darunter auch einige, die namentlich von ihren Gestaltern gezeichnet sind, wie etwa

dieses sehr besondere aus Seidenjaquard (eine Rarität geradezu, denn die meisten Hermèscarées sind aus Twill) von

oder ein ganz früher Entwurf

hauchzart in seiner Textur, von

aber das sei nur am Rand erwähnt –  zurück zum Inhalt des Pakets aus Berlin: eine blonde, fast weiße, zu einem Bob geschnittene Perücke (man erinnere sich: als Prada Som noch nicht verschwunden war, setzte sie auf ihren Blog, diesen Blog, einige Photos eines befreundeten Transvestiten, Lorenzo, der vorgab, sie zu sein und eine solche Perücke trug!) aus künstlichen Haaren, die dennoch in diesem Ensemble entsetzlich wirkte, als sei es Pradas Skalp, ihr Parfum, das von Marc Jacobs, das sie immer so fröhlich stimmte und sie an Audrey Hepburn erinnerte, wie sie sagte, da es eine kleine schwarze Schleife als Halsbinde hat, und die unvermeidlichen, zu Pradas Charakteristikum gewordenen Armreifen von RAINER NYC (eigentlich Maximilian E. Rainer oder auch Rainer Facklam), dem deutschstämmigen begnadeten New Yorker Schmuck- und Möbel-Designer, dessen Prunkstücke im Smithonian zu bewundern sind. Prada besitzt seine ganze Kollektion, sie sind eng befreundet, ja, eigentlich könnte man sagen, daß sie seine Muse ist. Wer immer mir dieses Päckchen aus Berlin zukommen ließ, muß also Prada gekannt haben oder kennen, auch wenn diese Attribute nur Stellvertreter und nicht Pradas Originale sind. In meiner Ratlosigkeit überlege ich, Adelaide Bride zu konsultieren. Diese etwas mysteriöse Dame gilt als eine der besten Beraterinnen für vertrackte Situationen. Es heißt, sie findet auf Anhieb jeden Diamanten im Kronleuchter.  In den 70er Jahren, als Karma-Astrologie sehr im Kommen war, hatte sie eine Praxis Downtown. Später, als sie Upper East-Side praktizierte (wo sie noch ansässig ist), ließ sie den Titel „Karma-Astrologin“ fallen. Heute nennt sie sich einfach Coach. Ich habe kein Faible für esoterische Angelegenheiten, aber ich würde nahezu alles tun, wenn ich dadurch auf Prada Soms Fährte gelangen könnte …

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